Vampirconnection von Sphinxspiele
In Vampirconnection, einem Kartenspiel von Henning Poehl schlüpft jeder Spieler in die
Rolle eines Vampirfürsten bzw. einer Vampirfürstin.
Ziel eines Vampirs ist es, die meisten Blutstropfen zu sammeln. Dies
muss bewerkstelligt werden, bis der Kartenstapel "Dorf" einmal vollständig durchgespielt wurde.
Jeder Vampir besitzt zu Beginn des Spieles ein Schloß und eine Gruft, sowie
einen "buckligen Gehilfen".
Um von der Gruft ins Schloß zu kommen oder vom Schloß ins Dorf,
benötigt man Bewegungskarten. Hiervon gibt es mehrere Arten. Der
Vampir kann entweder in Form eines Werwolfes ins Dorf schleichen, in
Form einer Fledermaus ins Dorf flattern (jede Fledermausverwandlung
kostet aber einen der wertvollen Blutstropfen) oder als Nebel ins
Dorf ziehen. Die vierte Möglichkeit ist per Kutsche ins Dorf zu
fahren, hierzu benötigt man aber zusätzlich einen "buckligen
Gehilfen" als Fahrer.
Im Dorf geht es darum, Personen zu rauben, ins eigene Schloß zu
bringen, um diesen Blut abzusaugen. Auch hier gibt es wieder zwei
Möglichkeiten. Man kann eine Person entweder im Schloß "lagern" um
jede Runde Blut in Form von Bluttropfen-Chips abzuzapfen, oder die Person kann gleich vollständig
ausgesaugt werden (max. 1 Person pro Runde), und wandert dann in die Gruft.
Die Personenkarten haben zwei Punkte-Angaben, eine fürs vollständige
Aussaugen (ist in der Regel höher), die andere fürs abzapfen pro Runde.
Die Blutstropfen-Chips, welche man fürs Blut trinken erhält, kann
man wieder gegen Aktionskarten eintauschen (eine bekommt man pro
Zug sowieso). Unter den Aktionskarten befinden sich die bereits
erwähnten Bewegungskarten, ausserdem Vampirjäger, Pflöcke, Kruzifixe,
bucklige Gehilfen und andere Dinge, welche man zu seinen Gunsten
einsetzen kann, vor welchen man sich aber genauso gut schützen
sollte.
Auch im Dorf findet man nicht immer das Gesuchte. Statt Opfern,
deckt man mitunter verbarrikadierte Gebäude auf, oder Sonderkarten
wie "Sonnenaufgang", "Engel" oder ähnliches, welche den eigenen
Zug sofort beenden und noch Extra-Aktionen nach sich ziehen.
Selbst die Opfer sind nicht alle zu gebrauchen, da manche 0 Punkte
einbringen, oder sogar Minuspunkte verursachen. Auch die Opfer im
Schloß sind keineswegs sicher, sie können von anderen Vampiren
wieder geraubt werden, oder eventuell fliehen.
Eine sehr wichtige Aktionskarte ist der "bucklige Gehilfe", welchen
man mangels anderer Bewegungskarten anstelle des Vampirs ins Dorf
schicken kann, oder welcher sogar seinen Herren retten kann, sollte
diesem das Schicksal widerfahren, gepflöckt zu werden.
Auch noch erwähnt werden sollte die "Vampir-Connection", dies ist eine
Handelsphase, welche jeder Vampir zu Beginn seines Zuges machen darf.
Man kann hierbei um Aktionskarten verhandeln, allerdings erscheint mir diese Handelsphase in dem Spiel eher untergeordnet,
da man seine Karten gerne geheim hält, seine Bewegungskarten und Gehilfen ohnehin nicht abgibt, und andere Dinge
selten eine Verhandlung lohnen.
Vampirconnection ist eine witzige Spielidee und gut durchdacht,
der Glücksfaktor ist etwas höher als taktische Aspekte. Das Spiel
ist liebevoll aufgemacht, die Spielschachtel sehr robust.