Space Mission

Schmidt Spiele

Strategiespiel

 

Alle Mann ins All

Die Idee ist naheliegend und die Vorstellung verlockend. Ein Spiel, das die Teilnehmer in die Unendlichkeit des Weltraums katapultiert, das den Reiz fremder Planeten, leuchtender Sterne und ferner Welten einbezieht und den Planet der Affen oder der Aliens spiel- und erlebbar macht. Doch siehe da: Im Gegensatz zum Siedeln auf dem Heimartplanet, dem Wirtschaften mit Bodenerträgen, dem Handeln und Feilschen auf Erden, wo es mehr als einen Megabestseller auf dem Spielemarkt gibt, sind diese bei den Raumfahrtspielen allzu selten. Wenn, dann handelt es sich um äußerst komplexe Spielchen, die mehrere Stunden und deutlich mehr Nerven erfordern.

Matt Worden ist es nun gelungen ein knackiges, kurzes, dennoch atemberaubendes Spiel der fernen Welten des Alls zu konzipieren, das einerseits die Komplexität von Strategiespielen beinhaltet, andererseits aber auch allzu flüssig in eine halben Stunde heruntergespielt werden kann. Und aufgrund der immer wieder neuen Anordnung, des Zufallscharakter beim Aufdecken der Punkteplättchen ist der Suchtfaktor äußerst groß.

Als erstes fällt die optische Stärke auf. Zwölf Planeten, die ja tatsächlich so oder zumindest nicht viel anders (man siehe sich Ecosystem, Anspielung auf die Erde, an oder Big Blue, Neptun) im All umherschwirren, stehen zur Auswahl, acht werden jedes Mal zufällig gezogen und um das Jump Gate, den Startplaneten, herum gelegt. Nun gilt es mit einfachem Kartenauspielen diese fremden Planeten zu entdecken, zu erforschen und zu nutzen, und das in Form von Erträgen wie Wasser, Erzen, farbiger Materie oder, na klar, Aliens.

Eine kleine, sehr geschickt vom Hersteller beigefügte Minianleitung, zeigt noch einmal auf einen Blick, welche der sechs möglichen Optionen man in einem Spielzug ausführen kann und wie sie funktionieren. Zwei dieser Aktionen stehen jedem zur Verfügung bevor der nächste an der Reihe ist; durch kluges Ausspielen der Karten und das entsprechende Glück, diese Karten auch zur Verfügung zu haben, kann man mit seinem Raumschiff zum nächsten Planeten fliegen, ihn nach Schätzen abscannen und abschließend diese auch einheimsen. Aber, das macht das Spiel aus, es ist eine gelungen Mischung aus Glück (denn die Plättchen können sich als leer erweisen) und Strategie angebracht, um hier erfolgreich zu sein.

Aufgrund all der Aktionen (Scannen und Erschließen) sowie der genügenden Materialen findet dann am Ende eine große Zählung statt. Das, was am Anfang kompliziert aussieht, ist nach drei bis vier Spielen kein Problem mehr, und man weiß genau, wie und womit man die wichtigen Punkte machen kann.

Fazit: Ein rundum gelungenes Spiel. Die Aufmachung ist richtig klasse, die Spielanleitung ist logisch, gut bebildert und zudem noch witzig (Derjenige, der als letzter in einem Raumschiff geflogen ist, fängt an), der Spielfluß locker und die Strategie anregend. Für den schmalen Preis eine sichere Bank für ein kurzweiliges und vor allen Dingen optisch und thematisch äußerst aufregendes Spielvergnügen.

M. Gerhards

Wir danken dem Verlag/Hersteller für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!