Prime Games
FLOWER FRENZY
PC-Spiel
Mit dem Serienprogrammnamen „Spicy Games“ ist das neue Spiel vom renommierten Computerspielehersteller bhv ziemlich gut umschrieben, handelt es sich hier doch um ein würziges und feuriges Spielvergnügen, was aber erst einmal ganz harmlos anfängt. Große bunte Comicfiguren laden dich ein, draußen in der Natur, genauer gesagt im Garten, ein Spielchen Blumenpflanzen zu wagen, was an sich ja schon mal eine gelungene Idee ist verglichen mit Zombies zerstören. Erst später, wenn man richtig schön drin ist, wird’s feurig, aber das ist ja auch gut so, denn sonst wäre das Spiel schnell zu langweilig oder einfach.
So merkt man direkt, dass hier primär jugendliche oder gar
noch jüngere Interessierte angesprochen werden sollen, und dennoch Erwachsene
voll und ganz auf ihre Kosten kommen, weil die Würze zunimmt und das
Spielprinzip zwar einfach, aber dennoch sehr strategisch angelegt ist. Drei
Blumen müssen mindestens aneinander liegen, damit sie sich auflösen und Punkte
ergeben. Der Spieler pflanzt die einzelnen Blumen, unter Zeitdruck, da sie aus
einer Röhre nacheinander aufgefüllt werden. Je länger man braucht, um zu überlegen,
um so eher füllt sich die Nachschubröhre und der Spaß ist vorbei.
Bis zu sechs Farben sorgen schließlich dafür, dass man erst einmal schauen muss, wo man die Pflanze unterbringen kann, denn nur gleichfarbige Dreierreihen (die übrigens durch geschicktes Kombinieren zu Vierer- oder mehr Reihen ausgebaut werden können) bringen Punkte und räumen das Feld wieder leer. Doch die gesteigerte Schwierigkeit machen nicht nur die Geschwindigkeit und das Mehr an Farben aus, sondern auch Pilze, die Plätze blockieren, Maulwürfe, die Blumen wegfressen und Gewitterwolken, die alles zerstören, was andererseits auch wieder hilfreich sein kann, man denke an die Pilze und Maulwürfe.
Goodies sind natürlich auch am Start, bunte Zauberpflanzen oder Erdschaufeln mit freier Pflanzwahl erhöhen die Chancen, die durch eine mehr als gelungene Einleitung im ersten Spiel sowieso ordentlich vorhanden sind. Die Zeiten langwierigen Naschschauens oder wilden Ausprobierens der Steuerung sind scheinbar endgültig vorbei. Nach 15 Minuten Spielen ist alles erklärt, der freundliche Bauernjunge, der uns anlächelt, unterstützt uns allerbestens, was für Steuerung und Spielbarkeit auf jeden fall die Höchstnote geben wird.
Die einzigen Abzüge sind bei der Musik auszumachen, die auf Dauer doch zu langweilig ist. Bunte Farben mit einfachem Spielprinzip müssen keine schlechten Sounds haben, man erinnert sich - und kommt sich dabei vor wie eine Methusalem im Rollstuhl - an Bubble Bobble II (Rainbow Warriors) mit ähnlichem Spielprinzip und großartigem Sound. Doch letztlich darf und wird es, vor allen Dingen bei dem günstigen Preis, am Sound nicht scheitern, die Idee ist herrlich, das Handling super und das Spielprinzip voller Würze, spicy eben.
Rezension von Marco Gerhards
Wir danken dem Verlag/Hersteller für die freundliche Bereistellung eines Rezensionsexemplars!