Cirkis

Winning Moves

Brettspiel

Spiel des Jahres 2009 in Frankreich und seit September auch in deutschen Spielregalen zu erwerben. Die Rede ist von Cirkis, einem Spiel, das in den USA von Phil Orbenes entworfen wurde und von Winning Moves hier wie dort vertrieben wird.

Das Sielfeld selbst hat eine fast kreisrunde Fläche, was dem Entwickler wichtig war, weil es viele andere Spiele auf dem Markt gibt, wie Blokus, die mit quadratischen Formen bereits arbeiten. Der Name Cirkis generiert sich aus der Ähnlichkeit mit der Manege eines Zirkus. Und genau wie dort, wo eine Sensation die nächste jagt, geht es auch auf diesem Spielfeld bunt und spannend, abenteuerlich und faszinierend zur Sache.

Das Spiel selbst ist ein Wettrennen, bei dem die Spieler versuchen, möglichst viele ihrer 20 Spielsteine (jeder bekommt eine eigene Farbe) in die Sterne und Kreise auf dem runden Spielbrett abzulegen und dafür Punkte zu bekommen. Ein simples und nicht neu erfundenes Prinzip also, in dieser Kombination und mit diesem schönen Layout allerdings einzigartig. Regeln gibt es nur eine, so dass dem Herstellerslogan „so einfach, dass man sofort losspielen kann“ bedingungslos zugestimmt werden kann. Dies eine Regel lautet: jeder neue Spielstein muss den direkt davor abgelegten berühren, dem Vorgängerstein also folgen.

Letztlich geht es dann um die Punkteverteilung, die auf dem Brett selbst mit kleinen Markern abgelesen und abgesteckt werden kann. Punkte gibt es für die meisten Felder eines Sterns oder Kreises oder das letzte belegte Feld. Wer als erster 40 Punkte erreicht, gewinnt.
Beim Probespielen wurde deutlich: Cirkis zeichnet sich besonders durch den Wettrenn-Charakter aus, es ist immer wichtig einen Blick auf die aktuelle Punkteskala zu werfen. Und durch das einfache, aber schier unendliche Kombinationsprinzip ist der Spaß langanhaltend, es ist ein Schach oder Stratego-Variante mit bunten Steinen, deren Spielspaß niemals enden kann.

Durch die visuelle Aufmachung und das leichte Prinzip ist es auch für jüngere Spieler leicht zu spielen, doch für alle gilt: Wie gehe ich mit den ständig neuen Herausforderungen um? Wie kann ich am klügsten den Stein anlegen? Das Schöne an Cirkis: auch zu Zweit kommt der Wettbewerbscharakter nicht zu kurz, ganz im Gegenteil: ist man erst einmal drin und kennt einige strategische Kniffe, ist es ein richtig schönes Hin und Her mit Opfern (wie beim Schach) oder hohen Erträgen wie bei einem guten Siedlerwurf.

Fazit: Die Spiel-des-Jahres-Auszeichnung im Nachbarland ist eine verdiente Ehre für eine sehr anregendes und spannendes, dennoch simples und faszinierendes Spielchen. Hier wird Abstraktionsvermögen geschult und bei weniger als einer halben Stunde Spielzeit ist zum Glück immer noch Zeit für die ein oder andere Revanche. Das einzige Problem: Man will nicht mehr aufhören.

 

Rezension von Marco Gerhards

Wir danken dem Verlag/Hersteller für die freundliche Bereistellung eines Rezensionsexemplars!