Caesar & Cleopatra
Bei diesem kurzweiligen und spannenden 2-Personen-Spiel schlüpfen die
Spieler in die Rollen von Caesar und Cleopatra, welche beide versuchen,
die Patrizier Roms für Ihre Sache zu gewinnen.
Die 21 Patrizier Karten werden nach den 5 Gruppen sortiert (Zensoren,
Senatoren u.s.w.) und in die Tischmitte gelegt. Caesar und Cleopatra
erhalten jeweils Ihren eigenen Kartensatz bestehend aus 37 Einfluss-Karten
und 13 Aktions-Karten. Von den 37 Einflusskarten werden 10 entnommen (je 2 mal
Wert 1-5),
der Rest wird gemischt und als Nachzieh-Stapel zurechtgelegt.
Von den 10 werden 5 an die Patrizier-Gruppe angelegt (eine je Gruppe) und
die übrigen 5 bilden das erste Hand-Blatt.
Ist ein Spieler an der Reihe, hat er folgende Möglichkeiten:
a) Er bleibt passiv, d.h. er kann in dieser Runde lediglich Handkarten
austauschen.
b) Der Spieler wird aktiv (was eher die Regel ist) und kann dann folgende
Aktionen durchführen:
1) Er kann eine Aktions-Karte ausspielen
2) Er legt eine oder zwei Einfluss-Karten an (Karten an die
Patriziergruppen anlegen, entweder 1 verdeckt oder 1-2 offen)
3) Er ergänzt danach seine Handkarten wieder auf 5 (Man kann diese
durch Einfluss- oder Aktionskarten ergänzen!)
4) Er stellt die Vertrauensfrage (Der Spieler deckt die oberste Karte
vom Stapel "Vertrauensfrage" auf, es kommt zu einer Befragung der
entsprechenden Patrizier-Gruppe).
Die Aktionen 2-4 müssen durchgeführt werden, Aktion 1 ist optional.
Die Einflusskarten zeigen Werte von 1-5, sowie 2 mal die Karte
"Philosoph". Ziel der Spieler ist es, bei einer Vertrauensfrage
(Wertung) an den entsprechenden Patriziern den grössten Einfluss
auszuüben, sprich die meisten Punkte angelegt zu haben. Der Spieler
mit den meisten angelegten Punkten erhält eine der Patrizierkarten,
was später einem Siegpunkt entspricht. Hat ein Spieler an eine
Gruppe eine Philosphen-Karte angelegt, sticht dort die geringere
Punktzahl.
Weitere Siegpunkte gibt es für eine Mehrheit von beinflussten Patriziern
und wenn man eine Patriziergruppe vollständig auf seine Seite gebracht
hat. Ausserdem gibt es 2 Siegpunkte für eine der verdeckt ausgeteilten
Sonderaufgaben (z.B. "Bringen sie mindestens 3 Senatoren auf Ihre Seite").
Mit den 13 Aktionskarten, die jedem Spieler zur Verfügung stehen,
kann man einen nicht kalkulierbaren "Überraschungsfaktor" ins Spiel
bringen. So kann zum Beispiel ein
"Anschlag" auf eine offen ausliegende Einflusskarte vorgenommen werden.
Diese wird dann aus dem Spiel genommen. Oder es kann in den Handkarten
des Gegners "spioniert" werden und eine der Handkarten dadurch aus dem
Spiel genommen werden.
Sieger ist, wer am Ende die meisten Siegpunkte erringen konnte.
Caesar & Cleopatra wurde 1998 in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres
aufgenommen. Es ist meines Erachtens eine sehr gute Alternative zum
Siedler-Kartenspiel.