ANKH – Die verlorenen Schätze

Computerspiel

Prime Games / bhv distribution 

 

Assil ist keine Bezeichnung für das Bleiberecht als Migrant in einem fremden Staat, sondern der Name des, zumindest in Computerkreisen fast schon legendären, Hauptdarstellers der ANKH-Reihe, die seit mehreren Jahren erfolgreich von Prime Games produziert wird. Assil kommt aus Ägypten, lebt am Nil, hat blauen Himmel über und orientalische Schönheiten neben sich und immer nur ein Ziel: Missgeschicke, die bei ihm häufig vorkommen, so gut wie möglich zu vermeiden und zweitens, da ersteres nämlich meistens nicht funktioniert, die daraus folgenden Aufgaben und Rätsel so gut als möglich zu lösen und zu überstehen. 

Bis jetzt kennen und lieben wir drei Point-and-Click-Adventures, die seit dem Ersterscheinen der Serie zu den größten und wichtigsten Genreklassikern der 2000er Jahre gezählt werden und mit Lucas-Arts-Reihen in einem Atemzug genannt werden können. Besonderes Merkmal ist die absolut jugendfreundliche Darstellung und Story sowie die sehr witzigen Sprachausgaben und Umsetzungen. Und obendrein: das Ganze geht relativ leicht und zügig von der Hand, womit wir bei einem ganz anderen Genre sind, dass aber ebenso easy breezy spielbar ist und den ganzen Reichtum der Ankh-Welt, die schönen Bilder und Klänge, einfach mitnimmt. 

Die Rede ist vom Suchbild-Abenteuer „Die verlorenen Schätze“, die, nomen est omen, neben zahleichen Suchbildrätseln, in denen man zumeist neun Gegenstände auffinden muss, um weiterzukommen, als Grundstory die Suche nach Schätzen beinhaltet. Doppelt gemoppelt also, damit auch keiner auf die Idee käme, es gäbe hier nichts zu finden. Im Gegenteil: als Versorgung des kranken Vaters brauchen wir die Sachen unbedingt. Story also: Rührend und empathisch, Bestnote. Grafik ebenso, gewohnt stark. Schade, scheinbar bei allen Suchbildspielen bei Prime Games, dass der ja gerade ANKH zum Meisterwerk gemachte Sprachgesang fehlt. 

Weitere Facts: Das Spiel ist sehr leicht, kann aber in den Optionen als Zeitmodus erschwert werden. Somit also optimal für die Kleinsten, wozu auch die absolut jugendfreundliche Story passt. Fans und Kenner der alten ANKH-Adventure-Reihe kennen das bereits:  Hier wird viel Wert auf ansprechende Grafik und eine liebevolle Geschichte gelegt, so dass es sich nicht um die härteste Nuss handelt. Ganz im Gegenteil, und das ist ausgesprochen vorteilhaft, ist dieses Spiel herzlichst zu empfehlen: vom Genre (Suchbild) mit der abwechslungsreichen Mischung vieler anderer Rätsel plus der Story als ein sehr gelungenes Spiel für Kinder und Jugendliche. Lass die Sonne in dein Herz.

 

M Gerhards

 

Wir danken dem Verlag/Hersteller für die freundliche Bereistellung eines Rezensionsexemplars!